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Allgäu – Tirol – Südtirol Oktober 2008


 

 

Es kam, wie es (fast) immer kommt, wenn ich mit Urs unterwegs bin …

… wir hatten vor drei, vier Tage durch Vorarlberg, das Allgäu und das Tirol zu touren. Aber bereits am ersten Abend, an der Bar im Hotel Via Salina am Haldensee im Tannheimertal, geraten diese Pläne zwischen Hammer und Amboss. – Und was dabei raus kommt, erzählt dieser Bericht.


Dienstag 7. Oktober 2008

Wir wollen uns am späteren Vormittag in Rossau beim Restaurant Sonnental treffen. Mit Absicht bin ich etwas früher da, aber: Dienstag geschlossen! Ich muss nicht lange warten, da biegt Urs auch schon zum Parkplatz ein. Wir legen grob die Route fest. Das Ziel ist klar: Das Hotel Via Salina im Tannheimertal. Die Einheimischen nennen es stolz das wohl schönste Hochtal Europas.

Und schon sind wir unterwegs. Ab Schindellegi nehmen wir bis Uznach kurz die Autobahn. Über den Ricken und die Wasserfluh gelangen wir nach Appenzell. Die Grenze passieren wir bei Widnau. Auf dem Bödele imBerghof Fetz, wenige Kilometer oberhalb von Dornbirn gelegen, geniessen wir bei Kuchen und Kaffee die gute Fernsicht Richtung Allgäuer Alpen.

Kaffeehalt auf dem Bödele ob Dornbirn - Blick Richtung Allgäuer Alpen

Kaffeehalt auf dem Bödele ob Dornbirn – Blick Richtung Allgäuer Alpen

 

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Wir sind am Ziel – Fredi hat soeben den gröbsten Durst gelöscht …

 

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… und Urs ist in Gedanken schon in den Dolomiten!

 

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Unsere Zimmer im Via Salina

 


Mittwoch 8. Oktober 2008

Das Frühstücksbuffet im Via Salina ist grandios! Müesli, Brot, Butter, Konfitüren, Honig, Käse, Eier, Lachs, Fleisch, Früchte und-und-und – und das Alles in mehreren Sorten auf einer Fläche von drei Billardtischen wunderschön hergerichtet!

Wir tuckern gemütlich dem Plansse entlang. Auf der glatten Oberfläche spiegeln sich Wälder und Berge. Einfach fantastisch! Die Strasse biegt nun links weg in den Wald. Wir streben zügig dem Ammersattel zu. Garmisch-Partenkirchen lassen wir rechts liegen und zweigen bei Wallgau ostwärts ab. Die mautpflichtige Privatstrasse taucht zuerst in einen dunklen Wald ein und wird stellenweise recht eng. Unübersichtliche Kurvenkombinationen erfordern volle Konzentration. Doch bald erblicken wir rechterhand die Isar. Das Wasser schlängelt sich durch ein breites flaches Flussbett. Auf einer Kiesbank sind Leute beim Bräteln. Die Kulisse bildet der goldgelb-purpurrot leuchtende Laubwald. Wir drosseln das Tempo und geniessen die Idylle beim gemächlichen Dahingleiten.

In Bad Tölz findet Urs auf Anhieb Töffparkplätze. Den kurzen Bummel durch die Fussgängerzone unterbrechen wir in einem der zahlreichen Strassenbeizli. Dann geht es zügig weiter. – Tegernsee, Achensee, Zillertal, Gerlospass, Kitzbühl. – In St. Johann, ca. 10 km nördlich von Kitzbühl, übernachten wir im Hotel zur Schönen Aussicht.

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Am Morgen – Blick aus dem Hotelzimmer auf den Haldensee

 

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Bei Vorderriss endet die mautpflichtige Strasse

 

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Bei Vorderriss endet die mautpflichtige Strasse

 

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Urs in der Fussgängerzone von Bad Tölz

 

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Das Supermodel – Die BMW R 1200 R am Gerlospass

 

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DieSupermodels – Urs und Fredi mit Blick auf das Wildgerlostal …

 

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… und tschüss!

 

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Schneeballjongleur Urs am Gerlospass

 

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Der Zielhang der berühmten Hahnenkammabfahrtsstrecke Streif in Kitzbühl

 

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Der Blick vom Zielhang auf die andere Talseite

 

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Die Kitzbühler Fussgängerzone

 

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Der Töff wird im Stall untergebracht und abgesattelt

 

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Fredi und Urs beim Apéro

 

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Ä Guete!

 

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Urs erblickt …

 

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… eine Gruppe Girls!

 

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Unsere Barmaid Im Hotel zur Schönen Aussicht in St. Johann

 


Donnerstag 9. Oktober 2008

Heute wollen wir es wissen! – Vor einem Jahr mussten wir, allerdings von Süden her kommend, am Fusse des Grossglockners umkehren. Über Nacht waren 30 cm Neuschnee gefallen und die Passstrasse deshalb geschlossen. – Ein Telefonanruf bestätigt uns, dass der Pass heute offen ist.

Wir lassen es gemütlich angehen. Ab Saalfelden bis Bruck herrscht reger Verkehr. Aber einmal auf der L271, kommen wir gut voran. Mit zunehmer Höhe wird es spürbar frischer. Ich ziehe die Regenhose über das Leder. Urs ist vollständig in Gore-Tex gekleidet und hat schön warm.

Das 360°-Panorama auf der Edelweissspitze ist überwältigend. Rundherum liegt Schnee, nur Schnee – und wir mittendrin mit dem Töff! Auf der Abfahrt machen wir einen Abstecher zur Franz Josefs-Höhe. Ein „totaler Turiort“.

Am späten Nachmittag erreichen wir plötzlich Santo Stefano di Cadore. Haben wir etwa den Wegweiser zur Forcella Lavardet verpasst? Wir kehren um und machen uns auf die Suche. In San Pietro di Cadore biegen wir „nach Gefühl“ rechts ab, denn ein Wegweiser ist weit und breit nicht zu finden. Nach ein paar Kilometern versperren uns plötzlich Absperrgitter die Weiterfahrt. Wir mutmassen weshalb es nicht weiter geht. Da kommt ein Vespa-Dreirad-Minilieferungswägeli angesurrt. Die zwei Männer erklären uns, dass die Strasse wegen einem Erdrutsch unterbrochen ist, aber, dass es etwa einen Kilometer zurück eine etwas schwierig zu befahrende Umfahrungsmöglichkeit durch den Wald gäbe. Die Passstrasse sei ursprünglich lediglich als Militärstrasse gebaut worden und über ein längeres Stück nicht asphaltiert. Wir „berechnen“ kurz den Zeitbedarf bis in die nächste „Zivilisation“ und machen uns auf den Weg. Es wird ein echtes Abenteuer. Auf den nächsten zehn Kilometern über Stock und Stein schalten wir kaum einmal in den zweiten Gang! Und mit dem Einnachten kommen wir müde im abgelegenen Riglarhaus in Sauris/Lateis an. Es tragt das Slow-Food Gütesiegel und wir geniessen nach dem obligaten Apéro ein köstliches Abendessen.

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Am Morgen vor der Abfahrt

 

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Ausblick von der Hotelterrasse – Wilder Kaiser

 

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Urs auf der Anfahrt zum Grossglockner …

 … und hier Fredi.

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Auf der Edelweissspitze – Weit unten im Tal der Zellersee

 

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Am linken Bildrand – Die Abzweigung zur Edelweissspitze

 

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Urs wollte es genau wissen und ging etwas näher ran – an die Berge natürlich!

 

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Der Fuscher Kar-Kopf – Der Grossglockner ist leider von Wolken umhüllt

 

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Nimmt Gebirgsschütze Wilhelm Urs Tell Gessler ins Visier?

 

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Fredi schaut vergnügt zu

 

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Diese Strecke nehmen wir gleich unter die Räder – Ganz oben liegt das Hochtor

 

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Der Pasterzengletscher bei der Franz Josefs-Höhe

 

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Hier war vor einem Jahr Endstation

 

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Fredi erklärt der Gams woher und wohin des Weges

 

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Urs geniesst den vorzüglichen Salatteller

 

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Nothalt im Wald

 

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Ende der Strasse!

 

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Nicht für Urs …

hier geht’s lang!

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Das Herzstück der Forcella Laverdet – 14 Serpentinen

 

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Fahrzeugcheck nach einer schier unendlich langen Holperpistenfahrt – Ist noch Alles dran?

 

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Aha – Wir wollten’s trotzdem wissen!

 

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Endlich, Ziel erreicht. Das Riglarhaus in Sauris.

 


Freitag 10. Oktober 2008

Der heutige Tag steht unter dem Motto „Pässe fahren“. Wir überqueren der Reihe nach den Passo di Pura – Sella Ciampigotto – Passo Cibiana – Passo Duran – Forcella Aurine – Passo di Cereda  – Passo di Rolle – Karer-Pass – Niger-Pass und treffen noch recht munter in Bozen im Hotel Premstaller ein.

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Urs bepackt seine BMW

 

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Fredi unterwegs im Val Pesarina

 

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Sella Ciampigotto

 

Urs auf dem Sella Ciampigotto

Urs auf dem Sella Ciampigotto

 

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Urs auf dem Passo Duran – Frisch gestärkt für die Weiterfahrt

 

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Fredi geniesst den Feierabend an der Bar im Hotel Prmstaller in Bozen

 


Samstag 11. Oktober 2008

Vom Südtirol führen viele Wege auf den Mutschellen. Heute wählen wir die Strecke über den Passo di Mendola, Passo di Tonale, Passo del Mortirolo – weder Urs noch ich haben diesen Pass je überquert – bis ins Val di Poschiavo. Der Kaffeehalt auf der Piazza Comunale gehört bei uns schon beinahe zur Tradition – und der Schlusstrunk, für ein Mal im Hirschen Oberwil-Lieli; sowieso. – Alles gut gegangen und viel Spass gehabt!

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Fredi treibt die V-Strom über den Passo del Mortirolo

 

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Blick Richtung Tirano im Veltlin

 

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Piazza Comunale in Poschiavo

 

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Urs geniesst die letzten warmen Sonnenstrahlen

 

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Am Julier

Urs bei der Abfahrt vom Julier

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Schlusstrunk im Hirschen in Oberwil-Lieli – Prost!

 

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Die Karte – Wir sind die Tour Uhrzeigersinn gefahren

 

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Das Höhenprofil

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